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Licht als unsichtbares Medium

- das erscheint auf den ersten Blick konträr. Und doch sehen wir lediglich dessen Auswirkungen.
Dinge und Räume werden sichtbar, das Licht selbst bleibt in seinem immateriellen Charakter nicht
greifbar. Umso mehr strebt der Fotograf danach sich dieses Mittels gestalterisch anzunehmen.
Vorbild bleibt uns die Natur. Unterschiedliche Witterungen und Tageszeiten bringen sehr komplexe
und reizvolle Kontraste hervor. Ein und dieselbe Szenerie vermittelt mit einem Mal die verschiedensten
Stimmungen.

In der Studiofotografie wird die Beleuchtung zum Instrument. Werbefotografen zielen hierbei
eher auf Produktästhetik, Industriefotografen widmen sich zusätzlich der Thematik Form
und Funktion. Abgesehen von den Knöpfen und Rädchen der Fotokamera bleibt deren primärer Dienst
die Projektion des Raumes auf die Fläche des digitalen Sensors oder des Films. Verändert hat sich
prinzipiell am Schaffensprozess recht wenig. Handwerkliches und technisches Wissen sind
immer noch aktuell. Der Computer hat sich zur digitalen Dunkelkammer entwickelt und das bietet
den Vorteil neuer Möglichkeiten. Trotz aller technischen Errungenschaften - Licht ist eine physikalische
Größe und in seiner Ursprünglichkeit unveränderbar. Es ist ein einziges Element welches Gegenständen
differenzierte Ausdruckskraft verleihen kann. Die Idealbesetzung in puncto Beleuchtungsequipment
sind Stufenlinser, Projektionsspots, Flächenleuchten oder Speziallichtquellen wie etwa ein Ringblitz.
Deren kreatives und vielfältiges Zusammenspiel führt zur eigentlichen Intention des Fotografen -
die Malerei mit Licht.


Fotostudio-Licht
Fotografenbrevier

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